Skip to content

Dachanhebung - Neuer Wohnraum unterm Dach

Hydraulische Dachhebung – der feinste Weg zum Wohnraumgewinn unterm Dach

Knapper Baugrund und hohe Immobilienpreise führen dazu, dass oftmals im Elternhaus eigener Wohnraum für die erwachsenen Kinder geschaffen wird und sich Einfamilienhäuser im Laufe der Zeit so zunehmend in Mehrfamilienhäuser verwandeln. Begünstigt wird diese Entwicklung unter anderem durch Anreize von Staat und Land zur intensiven Nutzung bestehender Gebäude, beispielsweise durch Förderung von Sanierungen und Gewährung eines Kubaturbonus bei energetischer Gebäudesanierung.

Aufgrund baulicher Gegebenheiten bietet eine Dachaufstockung zumeist die beste Möglichkeit für eine Wohnraumerweiterung. In vielen Gebäuden stehen Dachgeschosse leer, da sie nicht die erforderliche Wohnraumhöhe aufweisen. Mit Anhebung des Dachstuhls um einen halben bis einen ganzen Meter lässt sich aus dem bislang ungenutzten Dachgeschoss ein vollwertiges, bewohnbares Stockwerk gewinnen. Moderne Technik macht solche Dachaufstockungen problemlos möglich, wobei sich insbesondere die Methode der hydraulischen Dachanhebung rechnet.

Die Aufstockung kann auch in Blockbauweise erfolgen

Hydraulische Dachanhebung

Die hydraulische Dachanhebung ist bei allen Baustoffen anwendbar, und selbst bei Stahlbeton möglich.

Bei der hydraulischen Dachanhebung wird ein bestehender Dachstuhl mittels eines ausgeklügelten Hydraulikhebesystems in die gewünschte Höhe gehoben und bis zum Stockaufbau in dieser Position fixiert. Das Hebeverfahren erfolgt nach genau definierter Abfolge: In einem ersten Schritt werden die eingemauerten Dachbalken und Kamine freigelegt. Anschließend werden synchron laufende Hydraulikzylinder zwischen Geschossdecke und Mittelpfette bzw. längs der Traufe an der Außenseite des Gebäudes aufgestellt und untereinander verbunden. Die Anzahl der Zylinder hängt vom Ausmaß und von der Konstruktion des Daches ab. Unter der Mittelpfette werden zusätzlich Führungsstützen angebracht, die für die Dauer des Hubvorganges die Stabilität des Daches während jeder Witterung sicherstellen. Dann beginnt der eigentliche Hebevorgang, der den Dachstuhl vom Gebäude löst: Auf Knopfdruck wird das Dach horizontal millimetergenau langsam nach oben bewegt, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Innerhalb einer Stunde lässt sich das Dach auf diese Weise um etwa 80 cm anheben. Ist die anvisierte Höhe erreicht, werden Stahlstützen angebracht, die das Dach in Stellung halten. Daraufhin wird die Hydraulikanlage abgebaut. Nun können die Seitenwände auch schon hochgemauert oder in Holzbauweise errichtet werden.

Der gesamte Hebevorgang samt Vorbereitung dauert maximal bis zu vier Tagen und kann bei jeder Witterung durchgeführt werden.

TIPP:

Mit dem hydraulischen Dachhebesystem Dino lassen sich auch Flachdächer und Betondächer erhöhen!

Zeit- und Kostenvorteile für Bauherren

Das hydraulische Dachhebesystem Dino ist auch bei einer partiellen Dachanhebung oder Änderung der Dachneigung einsetzbar

Eine hydraulische Dachanhebung ist bei nahezu jedem Dachtyp möglich und selbst bei Flachdächern oder Betondächern anwendbar. Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren bringt die Hydraulikmethode erhebliche Zeit- und Kostenvorteile für Bauherren. So muss das Dach nicht erst aufwändig abgetragen und neu aufgebaut werden, der Dachstuhl bleibt zur Gänze erhalten und wird mittels hydraulischer Hebevorrichtung einfach in die Wunschhöhe gehoben. Hier bleibt das Dach für die Dauer der Bauarbeiten schützend über dem Gebäude positioniert. Der Aufbau der Seitenwände bis zur neuen Unterdachhöhe kann unverzüglich und witterungsunabhängig erfolgen. Neben der schnelleren und einfacheren Abwicklung bietet die hydraulische Dachanhebung auch finanzielle Vorteile: Die Kosten für eine hydraulische Dachanhebung liegen bei einer Dachanhebung in einem Einfamilienhaus um 80 cm bis 1,5 m zwischen 9.000 und 12.000 Euro und damit etwa um 70 Prozent günstiger als bei konventionellen Methoden.

Vielfach bewährt: Das Dino-Hebesystem

Ein Hydrauliksystem für Dachanhebungen und -absenkungen, das sich bei allen Dachtypen bewährt hat, ist das patentierte Dino-Hebesystem.

Selbst eine Betondeckenanhebung ist mit dem hydraulischen Dino-Dachhebesystem möglich

Mit diesem System lassen sich Dächer in allen Größenordnungen, vom Einfamilienhaus bis hin zum Großbetrieb, und selbst Flachdächer und Betondächer in beliebige Höhen anheben oder bei Bedarf, beispielsweise wenn das Dach zu hoch gebaut worden war, auch absenken. Und selbst bei kompletter oder partieller Abänderung der Dachneigung kommt das hydraulische Dino-Hebesystem vielfach zum Einsatz, mit allen Zeit- und Kostenvorteilen für die Bauherren.


Baufuchs 2017


Weitere Artikel aus dem Bereich Rohbau

Bodenaufbau

Bodenaufbau

Estrich ist ein Bauteil, das auf einem tragenden Untergrund oder auf einer zwischenliegenden Trenn- oder Dämmschicht aufgetragen wird. Er ist unmittelbar als Boden nutzungsfähig oder kann mit einem Belag versehen werden. Estriche sind für eine hohe Wohnqualität sehr wichtig. Bei entsprechendem Bodenaufbau reduzieren sie den Trittschall und verbessern die Wärmedämmung.

Verputz

Verputz

Putze werden seit über 5.000 Jahren eingesetzt und zählen damit zu den ältesten Werkstoffen der Welt. Der Putz dient als Zierde und zugleich als Schutz des Gebäudes. Der Außenputz schützt die Gebäudehülle vor Abwitterung und mechanischen Schäden,vor Wind, Wetter, Sonne und vor raschem Verschleiß. Der Innenputz trägt zur Luftdichtigkeit und zum Feuchtigkeitsausgleich der Innenwände bei.

Wärmedämmung

Wärmedämmung

Wärmedämmverbundsysteme sind wärmedämmende Fassadensysteme mit einem vorgefertigten Wärmedämmstoff (Mineralwolle, Mineralschaum, Kork, EPS, Holzfaser), der auf die Wand geklebt und/oder verdübelt und in mehreren Schichten verputzt wird. Dieses komplett abgestimmt, europäisch technisch zugelassene Bauteil bietet Sicherheit und Schutz aus einer Hand. Der erdberührernde Bereich – Sockelbereich eines Gebäudes – wird zusätzlich abgedichtet und vor eindringender Feuchtigkeit geschützt.

Baustoffe

Baustoffe

Den idealen Baustoff, aus dem alle Häuser sein sollten oder könnten, gibt es nicht. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Baustoffe und jeder hat seine Vor- und Nachteile. Damit hängt die Wahl des Baustoffes vom Anwendungsbereich, von der Lage und vielen anderen Faktoren ab. In baulicher Hinsicht spielen Faktoren wie Belastbar- und Dehnbarkeit eine wichtige Rolle. Brand- und Schallschutz, Wärmeableitungsverhalten und Wärmespeicher- und Diffusionsfähigkeit sowie Sorptionsverhalten sind weitere Faktoren. Sie beeinflussen das Raumklima und damit die Behaglichkeit innerhalb des Hauses.

Erdbebensicheres Bauen

Erdbebensicheres Bauen

Die seismischen Wellen versetzen die Erdoberfläche in Bewegung, welche diese Schwingungen an die Gebäude überträgt. Das Tragwerk schwingt nach dem Ereignis aus und baut diese Energie durch „innere Reibung“ wieder ab. Die für ein normales Gebäude relevanten Schwingungen erfolgen in horizontaler Richtung. Das Tragwerk eines Gebäudes muss auch für horizontale Beanspruchungen geplant und dimensioniert werden. Es gibt dafür zwei grundsätzliche Tragwerksmodelle

Nanotechnologie

Nanotechnologie

Bereits bestens bewährt haben sich die „Neulinge“ am Bau im Bereich Brandschutz. Die Nanotechnologie entwickelte spezielle Produkte zur Behandlung von Holz; die ultrakleinen Partikel dringen besonders tief in die Fasern des Holzes ein und umgeben den natürlichen Baustoff mit einer „versteinerten“ Schicht, der Feuer nur wenig bis gar nichts anhaben kann. Dieser verblüffende Effekt ist in zahlreichen Versuchen nachgewiesen.

Metallverarbeitung

Von Meisterhand gearbeitete Dächer und Fassadenelemente aus Metall zieren seit Jahrhunderten wertvolle historische Gebäude wie Kirchen, Schlösser oder Residenzen. Dem robusten Material ist es mit zu verdanken, dass vieles vor Zerstörung und Verfall bewahrt werden konnte.

Massivbau

Massivbau

Der Begriff Massivbau umfasst alle Baukonstruktionen aus Mauerwerk, Beton, Stahlbeton oder Spannbeton. Im Gegensatz hierzu steht der Leichtbau oder die Verwendung anderer Materialien wie zum Beispiel beim Holzbau, Stahlbau oder Aluminiumbau.

Trockenbau

Trockenbau

Der wichtigste Vorteil im Trockenbau ist das mehrschichtige zusammensetzen der verschiedenen Werkstoffe. Jeder Werkstoff hat spezifische Eigenschaften und muss je nach Einsatzzweck eingesetzt werden.

Holzbau

Holzbau

Wer sich heute für einen Holzbau entscheidet, macht dies vor allem wegen der vielen Vorteile dieser ökologischen und nachhaltigen Bauweise. Eine große Herausforderung ist der Schallschutz, da Holzhäuser bekannterweise zu den Leichtbauweisen gehören.

Exterior Compactplatte

Exterior Compactplatte

HPL steht für High Pressure Laminate. Dies ist ein hochwertiger und inspirierender Werkstoff. Neben klassischen Designs lässt er überraschende puristische Konzepte und charaktervolle Materialkombinationen zu, ebenso sind seit kurzem individuelle Digitaldrucke laut Kundenwunsch möglich. Was ist aber eigentlich dieses HPL? Der Baufuchs hat nachgefragt.

Fertighäuser

Fertighäuser

Das Bauen mit Fertigteilen verkürzt die Zeit zwischen Baubeginn und Einzug erheblich. Die kurze Bauzeit reduziert die Doppelbelastung von Miete und Bereitstellungszinsen. Nennen Sie Ihrem Fertighaus-Hersteller Ihren Finanzrahmen – per Computer plant er ein Haus nach Maß – und Budget.

Steiggeräte

Steiggeräte

Steiggeräte helfen Arbeiten in einer bestimmten Höhe zu verrichten oder Höhenunterschiede am Arbeitsort zu überwinden. Dabei spielt die Sicherheit die Hauptrolle.

Denkmalgeschützte Bauten

Denkmalgeschützte Bauten
Denkmalpflege zählt zu den wichtigsten Aufgaben auf kulturellem Gebiet: Wir leben in einer Zeit, in der das Bewusstsein für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ständig steigt – in dieser fällt auch dem Anliegen, das historische Erbe zu bewahren, eine besondere Bedeutung zu.

Bei Bau- und Kunstdenkmälern ist handwerklich Qualifikation gefragt: Es müssen spezialisierte Handwerker bzw. Bauunternehmen beauftragt werden, die mehrjährige Berufserfahrung im Bereich der Altbausanierung aufweisen – und somit schonend mit der alten Bausubstanz umgehen.

Gesunde vier Wände

Gesunde vier Wände

Noch zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts mussten sich die Bauherren wenig Gedanken über die Auswahl der Baustoffe machen, denn die Auswahl war sehr überschaubar und bestand überwiegend aus natürlichen Materialien. Türen und Fenster waren alles andere als luftdicht und sorgten dafür, dass das Gebäude „natürlich belüftet“ wurde.

Baureinigung

Baureinigung

Bei Bau-, Sanierungs- oder auch Renovierungsarbeiten fällt immer viel Schmutz an, meist spezieller Schmutz. Nach Abschluss aller Arbeiten ist das Haus aber noch nicht bezugsfertig. Erst durch eine Bauendreinigung wird das Gebäude mit allen Räumen, in denen gearbeitet wurde bzw. die durch die Arbeiten in Mitleidenschaft gezogen wurden, in einen bewohnbaren Zustand versetzt.